"we care" unser persönlicher Beitrag

Pro Kilo verkauften Kaffee fliesst ein Franken in soziale Projekte in den Anbauregionen. Immer direkt, nicht über Hilfswerke, Verbände oder andere Organisationen sonder nur in Projekte, welche wir vor Ort eins zu eins betreuen können. Damit stellen wir sicher, dass das Geld am richtigen Ort ankommt und die Wirkung ist um einige Faktoren höher. 

Ein Franken hört sich nicht nach viel an, direkt an der Front kann aber mit kleinen Beträgen viel bewirkt werden. Wir sind uns bewusst, dass immer mehr Bedarf als Mittel vorhanden sein werden, für uns ist dies jedoch kein Grund nicht einen konkreten Beitrag zu leisten.

Unsere Prinzipien

  1. Wir machen keine Geschenke, wir helfen dort wo die Kommunen mit eigenen Mitteln alleine nicht zu einer Lösung kommen.
  2. Wir steuern maximal 35% bei. Die lokale Bevölkerung muss einen substanziellen Beitrag leisten. Z.b. den Grossteil der Arbeitsleistung und zumindest einen minimalen finanziellen Beitrag. Wir sind offen für Zusammenarbeiten mit weiteren Beteiligten.
  3. Fokusthemen sind Grundbildung, soziale Sicherheit, regionale Entwicklung, Umweltschutz und Tierwohl.

Konkrete Beispiele aus unserem Programm

 

Schulhaus Mendihuaca, Magdalena, Sierra Nevada de Santa Marta

Bis 2019 war das Gebäude, welches rund 50 Kindern eine Grundbildung ermöglicht sprichwörtlich am auseinanderfallen. Löcher im Dach, das Mauerwerk instabil und die Küche ausser Betrieb. Immer weniger Eltern schickten ihre Kinder noch zur Schule, für uns ein fast nicht vorstellbarer Zustand, was sicher auch einer der Hauptgründe ist, dass wir dieses Programm ins Leben gerufen haben. 

Es fanden sich einige lokale Handwerker, welche bereit waren kostenlos oder für einen symbolischen Preis ihren Beitrag zu leisten. Zwei lokale Unternehmen sponserten das Baumaterial um Dach und Mauern wieder dicht und sicher zu machen. 

Doch die meisten Kinder kamen nicht zurück. Wir erfuhren dann, dass die Mittagsverpflegung für viele Schüler aus dem Dorf die einzige vernünftige Mahlzeit am Tag darstellt und für die Eltern der Hauptgrund ihre Kinder überhaupt in die Schule zu schicken. Für die andere Hälfte die von den Farmen bis zu zwei Stunden Fussmarsch auf sich nehmen müssen, ist Schule ohne Mittagessen ebenfalls nicht realistisch.

 

Wir haben dann zusammen mit lokalen Handwerkern die Küche renoviert und ausgebaut und seither gehen mehr Kinder in die Schule als je zu vor. Interessanterweise scheint Distanz dabei keine grosse Rolle zu spielen. So sind es auch heute (wieder) eher die Kinder aus dem Dorf die zu Hause mit den Eltern rumsitzen statt zur Schule zu gehen. Und andere hält ein Schulweg von zwei Mal 3h am Tag nicht vom Zugang einer Grundausbildung ab!

 

Gesamtprojektkosten rund 15`000 Fr. inkl. Arbeitsleistung, Beteiligung Agrifuturo 35%