Finca la esperanza

Vereda Paramo, Sierra Nevada de Santa Marta

Kaffee

Hier setzt man noch auf die alten Kaffeesorten. Ein für die Anbauregion typisch ausbalancierter Kaffee. Kräftig aber nicht zu extrem. Eher leichter Körper, moderate Säure und viel Süsse.

 

Arabica Tipica und Colombia

Aufbereitung: gewaschen, sonnengetrocknet 

Personen

Doña Rosalba María Corredor führt die Farm in zweiter Generation. Sie wurde dort 1957 geboren und übernahm später den Betrieb von ihrem Vater Pedro, welcher um 1950 als Erster diese Farm landwirtschaftlich genutzt hat. Ob ihre Tochter Luz Aiden, welche uns auch auf der Finca Bella Vista unterstützt die Farm später übernehmen wird steht nicht fest. Die Begeisterung für Kaffee wurde aber definitiv vererbt! Dies gilt auch für den jüngsten Sohn, welcher ebenfalls auf der Farm mitwirkt.

Doña Rosalba ist stolz darauf auch mit über 60 noch die schwersten Arbeiten selbst zu erledigen. Zusammen mit ihrem jüngsten Sohn kümmert sie sich abgesehen von der Erntezeit alleine um den gesamten Betrieb. Sie ist geschieden und hat insgesamt drei Kinder.

Anbau / Umwelt

Rücksichtsvoller Umgang mit der Natur ist in dieser Familie eine Grundeinstellung. Zwischenzeitlich wurde auch schon mal konventionell produziert, da ansonsten ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich gewesen wäre. 

Heute setzt man konsequent auf Bioanbau und produziert nebst Kaffee noch viele weitere Nahrungsmittel des täglichen Gebrauchs. 

 

Anbauhöhe 1400 m

Vorwiegend Mischkulturen, voll- oder teilbeschattet.

Eine Erntesaison pro Jahr November bis Januar.


Finca la Esperanza und agrifuturo

 

Die Tochter Luz Aiden unterstütz uns seit 2018 als Agronomin auf unserer Farm Bella Vista. Die Geschichte ihrer Mutter hat uns beeindruckt. Eine starke Frau, die ihr gesamtes Leben dem Kaffee verschrieben hatte und sich von nichts beirren liess. Auch in den schlimmsten Zeiten, wo fast in der ganzen Region nur noch Koka angebaut wurde und kriminelle Banden das Sagen hatten, baute sie weiter Kaffee an und vertraute darauf, dass irgendwann wieder bessere Zeiten folgen würden.

Es sollten einige Jahre werden und besser ist relativ, so kann heute mit den tiefen Marktpreisen eigentlich niemand mehr vernünftig von seiner Arbeit leben. Und dies obwohl die Regierung in Kolumbien relativ viel unternimmt, um die Zukunft des Kaffeeanbaus zu sichern. Zu gross ist die Differenz mittlerweile zwischen jährlich steigenden Kosten und immer tieferen Handelspreisen auf der anderen Seite. 

Uns freut es, dass wir mit der Direktvermarktung in der Schweiz einen Beitrag leisten können um ihre Situation zu verbessern. Die Zukunft der Farm ist aber wie bei fast allen in der Region ungewiss. Zu unattraktiv scheint die Zukunft für jüngere Generationen den Betrieb ihrer Eltern zu übernehmen. 

 

Dank unserer Zusammenarbeit sollte es möglich sein, notwendige Investitionen zu tätigen und hoffentlich auch die Nachfolge sicherzustellen.